Dalmatiner- und
Labradorzucht "VOM KIRBACH" FCI
Zucht freundlicher Familienhunde seit
1984
Gabriele Kadatz
27245 Bahrenborstel Tel . 04273 963569
Email (bitte mit Absenderadresse ) an:
vomkirbach@t-online.de
Herzlich willkommen!
Ethik in der Hundezucht
Ethik ist die Lehre von den sittlichen Werten und Forderungen - so die etwas
abstrakte Definition. Auch in der Hundezucht sind
moralische Forderungen durchaus üblich, allerdings von Land zu Land und auch von Rasse zu Rasse
verschieden. Auch sind diese Vorstellungen einem zeitlichen Wandel unterworfen.
Seit über 20 Jahren habe ich viele Gespräche über dieses
Thema mit
anderen Züchtern und Hundehaltern geführt. Man trifft viele
Gleichgesinnte, aber auch leider auch andere.
Das deutsche Tierschutzgesetz und die Zuchtordnungen der VDH-Vereine
versuchen die Bestimmungen für Haltung und die Zucht so zu regeln,
daß die
Haltung der Hunde mindestens den zeitgemäßen Vorstellungen entspricht.
Über diese Mindestanforderungen hinaus gibt (und gab es schon immer )
Vorstellungen, was ein seriöser Züchter - der sich mit den
Anforderungen an eine moderne
Hundehaltung (immerhin sind Tiere keine Sachen mehr, sondern Mitgeschöpfe)
auseinandergesetzt hat -
tut - oder auch nicht tut.
Um etwas konkreter zu werden, möchte ich einige dieser Forderungen aufzählen:
1. Ziel der Hundezucht sollte die Verbesserung der Rasse
sein. Eine
sorgfältige
Partnerwahl ist dazu erforderlich. Man nimmt also nicht
einfach den nächst
erreichbaren Rüden, und das noch mehrfach für verschiedene Hündinnen. Daß
dieser der "passende" Partner ist, ist
sehr unwahrscheinlich.
2. Sorgfältige Aufzucht der Welpen mit genügend Förderung in der
Prägungsphase - und bei großen Würfen- zeitaufwändiger und
teurer Zufütterung. Sind die zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten begrenzt, wird die Aufzucht - besonders bei
mehreren gleichzeitig aufgezogenen Würfen - fragwürdig. Noch schlimmer wird es,
wenn
nicht alle Welpen mit 8 Wochen einen Käufer gefunden haben und
dann die Zeit
fehlt, die Welpen altersentsprechend zu fördern.
3. Die Haltung der Mutterhündin - sie wurde in der Regel als Welpe
gekauft oder selbst
gezüchtet. Ausschließliche Zwingerhaltung
ist - zumindest in den alten
Bundesländern -
schon seit Jahrzehnten nicht mehr üblich. Auch eine zeitweise Unterbringung im
Zwinger
oder überhaupt
das Vorhandensein eines Zwingers für erwachsene Hunde bei nichtgewerblichen Züchtern
(und
um die geht es ja hier !) ist bei Dalmatinern eher
selten anzutreffen.
Bei einem Züchter sollten seine Dalmatiner im Haus gehalten werden. Ebenso
selbstverständlich sollte es sein, daß eine Hündin nach größeren Würfen eine
"Pause", - d. h. eine Läufigkeit ohne Deckakt- bekommt.
Wenn sie nach 4 oder 5
Würfen
das “Rentenalter “
erreicht hat, sollte sie ihren “Lebensabend “ in der gewohnten
Umgebung
beim Züchter verbringen dürfen.
(Und nicht in "gute" Hände abgegeben wird.) Das gleiche gilt natürlich
auch für Rüden, die nicht mehr im
Deckeinsatz sind !!!.
Hat ein Züchter mehr als 5 Würfe (also ab F-Wurf) gezüchtet - fragen Sie ihn, wo
seine "alten" Hündinnen sind !
4. Unüblich war in Deutschland bisher auch das Kaufen und Verkaufen
erwachsener Hunde ( z.B. Deckrüden, Verkauf /Kauf tragender
Hündinnen) an/von anderen Züchter. Auch das Züchten mit
"Leihhunden" (es sei denn, sie leben ganz in der Nähe und haben ständigen
Kontakt zum Züchter) hat in meinen Augen gewerblichen Charakter !
Ich bin sicher, daß die meisten Dalmatinerhalter und Züchter im VDH
die hier dargestellte “Ethik in der Hundezucht” so verinnerlicht
haben. Anders Denkende habe ich hoffentlich mit meinen Ausführungen zum Nachdenken angeregt
.